Corona-Ticker

22. Juni 2020

weitere Lockerungen

Seit dem 17. Juni ist der Katastrophenfall beendet und Treffen mit bis zu zehn Personen sind wieder erlaubt. Ab 22. Juni dürfen Hallenbäder, Thermen und
Wellnessbereiche öffnen, die Gastronomie darf bis 23 Uhr Gäste bewirten und in Geschäften nun ein Kunde pro 10m² Verkaufsfläche einkaufen – eine Verdoppelung der möglichen Kundenanzahl. Kunst- und Kulturbetriebe empfangen wieder bis zu 100 Besucher in geschlossenen Räumen und bis zu 200 Gäste im Freien. Veranstaltungen aller Art, wie beispielsweise Hochzeiten, können nun mit 50 Personen innen sowie 100 Besuchern im Freien abgehalten werden. Zu guter Letzt werden dieselben Regeln bei Busreisen wie im ÖPNV implementiert:
ein Mindestabstand ist nicht mehr erforderlich, allerdings
gilt eine Maskenpflicht – eine sinnvolle Lösung, um auch
Busunternehmen nach der Krise zu stärken

19. Mai 2020

Bayern senkt Grenzwert für Corona-Hotspots auf 35 Neuinfektionen

München (dpa/lby) – Der Freistaat Bayern verschärft seinen Grenzwert im Frühwarnsystem für die Corona-Neuinfektionen. Das Kabinett hat am Dienstag in München den Grenzwert auf 35 Neuinfektionen pro 1000.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herabgesetzt, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag in München mitteilte. Das Frühwarnsystem sei ein «probates Mittel», um lokale Ausbruchsgeschehen schnell zu erkennen.
Bund und Länder hatten sich auf den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geeinigt. «Das Virus ist nicht besiegt, also wird es diese lokalen Ausbrüche immer wieder geben», sagte Herrmann. Die frühzeitige Erkennung von Hotspots sei in der aktuellen Phase der Pandemie sehr wichtig. Je nach Ausbruchsgeschehen werde dann in unterschiedlichen Stufen ein Plan entwickelt, wie die Ansteckungen wieder minimiert werden könnten. Dazu gehöre das Aufspüren von Kontaktpersonen, gegebenenfalls die Quarantäne von bestimmten Einrichtungen oder die Verlegung von Menschen aus geschlossenen Einrichtungen bis hin zur Schließung von Geschäften oder im schlimmsten Fall auch allgemeinen Kontakt- oder Ausgangsbeschränkungen.

15. Mai 2020

Aiwanger will Kommunen Investitionshilfe in Milliardenhöhe geben

Wenn Bürgermeister jetzt sparen, statt Schulen und Straßen zu sanieren, wäre das ganz fatal für die Konjunktur, warnt das Ifo-Institut. Beim bayerischen Wirtschaftsminister rennt es damit offene Türen ein.

München (dpa/lby) – Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat den Kommunen am Freitag eine Milliarde Euro für Investitionen in Aussicht gestellt. Aiwanger greift damit einen Vorschlag von Ifo-Präsident Clemens Fuest auf, der öffentliche Investitionen als ganz entscheidenden Baustein eines bayerischen Konjunkturprogramms sieht. Wegen der wegbrechenden Gewerbsteuern «treten die Gemeinden jetzt auf die Bremse, wenn wir denen nicht unter die Arme greifen», sagte Aiwanger bei einer Pressekonferenz mit Fuest in München. Aber «wenn ich dem Bürgermeister das Geld gebe, seine Turnhalle zu sanieren, gibt er dem Handwerker Arbeit, und der stellt Azubis ein». Deshalb müsten die bayerischen Kommunen «gut eine Milliarde Euro» bekommen, sagte der Minister – aber nicht allein vom Freistaat: «Ich hoffe, dass sich der Bund ordentlich beteiligt.»

14. Mai

Abarbeitung der Soforthilfeanträge in der Corona-Krise.

Inzwischen wurden laut dem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) in Bayern 320.000 Anträge auf Soforthilfe abgearbeitet.
230.000 wurden demnach bewilligt und rund 1,7 Milliarden Euro ausgezahlt. Die restlichen 90.000 Anträge wurden dem Minister zufolge teilweise abgelehnt, teilweise aber auch zurückgezogen, unter anderem weil Anträge mehrfach gestellt worden seien. Einige zehntausend Antragsteller erhielten aber auch nichts. Bis Anfang Mai habe es rund 400.000 Anträge gegeben, derzeit kämen im Schnitt täglich 3.000 hinzu, sagte Aiwanger. Da inzwischen 12.000 bis 15.000 pro Tag abgearbeitet würden, geht er davon aus, dass Anträge künftig nicht mehr lange liegen werden.

12. Mai

Coronavirusinfektionen in Bayern

Stand: 12.05.2020, 10:00 Uhr Landesamt:

In Bayern sind inzwischen 44.933 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2.202 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf seiner Homepage mit.

10. Mai 2020

Maskenpflicht beim Arzt – ab dem 11. Mai

Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration :

„Ab dem 11. Mai 2020 gilt in Arzt- und Zahnarztpraxen und in allen sonstigen Praxen, in denen medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen erbracht werden für das Personal, die Kunden und ihre Begleitpersonen die Maskenpflicht.“

05. Mai 2020

Coronavirus-Lockerungen für Bayern
ab 6. Mai:

  • Ab 6. Mai ist es erlaubt, eine Person außerhalb des eigenen Hausstands und enge Familienangehörige zu treffen oder zu besuchen.
  • Ab 11. Mai dürfen alle Geschäfte öffnen.
  • Gaststätten dürfen im Außenbereiche ab 18. Mai öffnen,
  • Speiselokale im Innenbereich ab dem 25. Mai.
  • Hotels ab dem 30. Mai.
  • Bereits ab dem 6. Mai dürfen Spielplätze in Bayern wieder freigegeben werden.
  • Ab 11. Mai folgen dann Zoos, botanische Gärten, Museen, Bibliotheken, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten.
  • Das strikte coronabedingte Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wird ab dem Wochenende (9. Mai) gelockert. Besuche von einer festen Kontakt-person werden – unter strikten Hygiene- und Schutzmaßnahmen – erlaubt.

 

05. Mai 2020

Lockerungen in Schulen

Ab 11. Mai sollen zunächst die Jahrgänge zurück an
die Schulen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen. Auch die Viertklässler dürfen dann wieder in ihre Klassenräume zurück. Nach und nach soll es dann auch für die anderen Klassenstufen weitergehen. Angefangen mit den jüngeren Klassen – also je nach Schulform mit der 1., 5. oder 6. Klasse. Auch ein «schmales Angebot» für alle mittleren Klassen sei denkbar, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag. Erst nach den Pfingstferien Mitte Juni soll es aber wieder Präsenzunterricht für alle Schüler und alle Altersklassen geben. Der Schulbetrieb war Ende April mit den Abschlussklassen nach einer langen Zwangspause wieder aufgenommen worden.

Ein normaler Schulalltag ist aber auch jetzt noch nicht in Sicht.

30. April 2020

Sommerpause beim Coronavirus? – Arzt: Erreger wird nicht verschwinden 

München (dpa/lby) – Mediziner rechnen mit einem leichten Abflauen der Coronavirus-Infektionen im Sommer. Die stärkere Sonneneinstrahlung könne das Virus etwas zurückdrängen, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. «Man darf sich nicht der Illusion hingeben, dass wir durch die höheren Temperaturen ein Verschwinden des Virus erreichen werden. Der Effekt im Sommer entsteht unter anderem dadurch, dass die UV-Strahlung stärker ist – und Viren lassen sich durch UV-Licht abtöten.» Das Virus werde dadurch aber keineswegs ganz verschwinden. Auch Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen könnten dazu führen, dass die Infektionszahlen wieder steigen. Deshalb sei es nötig, wachsam und vorsichtig zu bleiben. «Wir werden das Infektionsgeschehen sehr genau beobachten müssen.»

28. April 2020

Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen bis 10. Mai

München (dpa/lby) – Bayern verlängert die in der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen um eine Woche bis zum 10. Mai. Das hat das Kabinett am Dienstag in München entschieden. «Der Ministerrat hat den Plänen des Gesundheitsministeriums, dass die Maßnahmen zunächst um eine Woche bis 10. Mai 2020 verlängert werden, zugestimmt», teilte die Staatskanzlei mit. Vom 4. Mai an sollen aber einzelne Lockerungen gelten. Beispielsweise sind dann öffentliche Gottesdienste und Demonstrationen mit bis zu 50 Teilnehmern wieder erlaubt.

SARS-CoV-2, © RKI-BZga

27. April 2020

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

das LGL meldet 41.415 Fälle für Bayern. Davon gelten 28.900 als genesen. Im Zusammenhang mit Corona werden für Bayern 1.636 Todesfälle genannt.
(Als Todesfälle werden Personen gezählt, die mit und an SARS-CoV-2 verstorben sind, sowie Personen, bei denen die Ursache unbekannt ist.)

LGL: „Hier sind ausschließlich Fälle aufgelistet, die dem LGL über den elektronischen Meldeweg durch die bayerischen Gesundheitsämter mitgeteilt wurden. Da es sich um eine sehr dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen zwischen regionalen Zahlen und der LGL-Tabelle kommen. Das LGL wiederum meldet die bayerischen Fälle an das Robert Koch-Institut, auch hier kann es z. B. durch unterschiedliche Aktualisierungs-zeitpunkte zu abweichenden Daten kommen.

27. April 2020

BayVGH: Verkaufsverbot für große Geschäfte verfassungswidrig

München (dpa/lby) – Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hat das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. Die Richter sehen dies wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Läden als Verstoß gegen das Grundgesetz. Das teilte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) am Montag mit. Das Gericht setzte die Vorschrift aber nicht außer Kraft.

27. April 2020

Weitere Corona-Lockerungen möglich

München (dpa/lby) – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat weitere Lockerungen der Beschränkungen in der Corona-Krise in Aussicht gestellt. «Wenn das jetzt in dieser Woche gut funktioniert, dann können wir über weitere Erleichterungen gut nachdenken», sagte Söder am Montag dem Bayerischen Rundfunk («B5 aktuell»).
Zum Drängen des bayerischen Vizeregierungschefs und Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger (Freie Wähler) auf eine raschere Lockerung etwa für die Gastronomie, sagte Söder: Ein Wirtschaftsminister habe primär die Wirtschaft im Blick, das sei selbstverständlich. Aber letztlich müsse gesamtverantwortlich entschieden werden.

24. April

Nachtragshaushalt 2020: Rekordinvestitionen zur Bewältigung der Corona-Krise

München. Der Bayerische Landtag hat heute im Plenum den zweiten Nachtragshaushalt sowie das Gesetz über den Bayernfonds beschlossen. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion unterstützt die Neuverschuldung als notwendige Maßnahme zur Bewältigung der Corona-Krise ausdrücklich. „In der aktuellen Notsituation sind wir alle gefordert, pragmatische Lösungen zu finden“, betont der haushaltspolitische Sprecher Bernhard Pohl. Der Nachtragshaushalt umfasst Mehrausgaben von weiteren zehn Milliarden Euro und dient vor allem der Unter-stützung von Mittelstandsbetrieben und Unternehmen, aber auch Solo-Selbständigen, Freiberuflern, Künstlern und landwirtschaftlichen Betrieben.

23. April 2020

Landtag will erneut milliardenschwere Corona-Hilfen beschließen 

München (dpa/lby) – Nach der Plenarsitzung am Montag kommt der Landtag an diesem Freitag (10.00 Uhr) schon zum zweiten Mal in dieser Woche zusammen. Wie zum Wochenauftakt steht auch bei der anstehenden Sitzung die Bewältigung der Corona-Krise im Mittelpunkt. Geplant ist unter anderem die abschließende Lesung und Abstimmung über den zweiten Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von zehn Milliarden Euro. Dieser ist notwendig, weil die bereits vor knapp einem Monat freigegeben Kreditermächtigungen von zehn Milliarden Euro für den Corona-Hilfsschirm des Freistaates nicht ausreichen.

23. April 2020

Huml: 39.820 Coronavirus-Fälle in Bayern und 1502 Tote

München (dpa/lby) – In Bayern sind inzwischen 39.820 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag (Stand 10.00 Uhr) in München mit. Demnach sind bisher 1.502 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert hatten, gestorben. Die Zahl der Infizierten sei im Vergleich zum Vortag um 1,6 Prozent gestiegen. Das sei zwar eine positive Entwicklung, sagte Huml, dennoch rief die Ministerin weiter zur Vorsicht und Einhaltung des Mindestabstandes von eineinhalb Metern auf. Die Steigerung der Todesfälle seit dem Vortag um 4,1 Prozent mache deutlich, wie gefährlich das Coronavirus weiterhin sei.

 

21. April 2020

Bayerisches Gastgewerbe ruft nach Rettungsfonds

München (dpa/lby) – Für das ohnehin schwer gebeutelte bayerische Gastgewerbe ist die Absage des Oktoberfests eine neue Hiobsbotschaft. Verbandsgeschäftsführer Thomas Geppert sagte am Dienstag, die Entscheidung «darf nicht zum Totalschaden des Gastgewerbes führen, die Branche braucht den reduzierten Umsatzsteuersatz mehr denn je sowie einen Rettungsfonds.» Die Absage sei «nicht nur für die Stadt, sondern weit darüber hinaus ein riesiger Verlust». Aufgrund der wirtschaftlichen Verflochtenheit würden «weite Teile der Wirtschaft diesen Verlust deutlich spüren». Das Oktoberfest bedeutet für die Münchner Wirtschaft gut 1,2 Milliarden Euro an Einnahmen, davon eine halbe Milliarde für die Hotels und Pensionen. Weil auch andere Feste in Bayern schon abgesagt wurden, brauche das Gastgewerbe jetzt «den reduzierten Umsatzsteuersatz mehr denn je sowie einen Rettungsfonds, sonst werden weite Teile des Gastgewerbes diese Krise nicht überstehen», sagte der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes und warnte: «Damit würde die Branche als Grundvoraussetzung für die Leitökonomie Tourismus, aber auch als der regionale Wirtschaftsmotor schlechthin, auf Dauer wegfallen.» Praktisch jedes bayerische Hotel und Gasthaus ist nach Angaben des Verbandes durch die Corona-Krise inzwischen in Existenznot. Die 40.000 Betriebe beschäftigen 447.000 Menschen.

20. April 2020

Aiwanger fordert Zeitplan für Gasthäuser

München (dpa/lby) – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert einen konkreten Zeitplan für die baldige Öffnung der Gaststätten und Hotels. In Österreich diskutiere man schon über vorsichtige Öffnungen ab Mitte Mai. Das könne für Bayern auch einen «Einstieg in den Ausstieg» ab der zweiten Maihälfte vorzeichnen, sagte Aiwanger am Freitag.

Das Gastgewerbe brauche eine konkrete Perspektive. Das Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten um den 30. April wäre der passende Zeitpunkt für Entscheidungen, sagte Aiwanger. Zwei Meter Abstand zwischen den Gästen, Masken für das Personal, Hygiene- und Zugangsregeln «müssen ein Weg in die Normalität und zur Verhinderung von zahlreichen Betriebsinsolvenzen sein».

Aiwanger sagte, auch für die Hotels wünsche er sich einen Ausweg aus der Totalschließung in absehbarer Zeit. Dringend notwendig sei zudem, dass der Bund den Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie auf sieben Prozent senke. Das bayerische Tourismus- und Gastgewerbe ist mit bis zu 600 000 Beschäftigten und 34 Milliarden Euro Jahresumsatz eine bedeutende Wirtschaftsbranche im Freistaat.

20. April 2020

Ministerium: Trotz Lockerungen möglichst wenige Kontakte 

München (dpa/lby) – Trotz der Lockerungen beim Kontaktverbot in Bayern als Maßnahme gegen die Coronavirus-Pandemie appelliert das Gesundheitsministerium an die Vernunft der Bürger. Ab kommenden Montag ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. «Die  Kontaktperson kann auch gewechselt werden», erklärte ein Ministeriumssprecher am Freitag in München. «Es sollte aber immer an das oberste Ziel gedacht werden: Ansteckungen möglichst zu vermeiden. Insofern gebieten es die Vernunft und die Rücksichtnahme auf andere Menschen, möglichst wenige unterschiedliche Kontaktpersonen außerhalb des eigenen Haushalts zu treffen.»
Die Staatsregierung hatte am Donnerstag die bisher geltenden Ausgangsbeschränkungen bis zunächst einschließlich 3. Mai verlängert, aber die genannte Ausnahme zugelassen. Demnach dürfen sich Bürger «in der Öffentlichkeit nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes aufhalten». Unter dem Aspekt des Allgemeinwohls sollten Sport und Bewegung an der frischen Luft auf die unmittelbare nähere Umgebung beschränkt bleiben, erläuterte der Sprecher. «Der Besuch von alten und kranken Menschen, die Unterstützung brauchen, ist allerdings bereits jetzt ein triftiger Grund, die eigene Wohnung zu verlassen.»

20. April 2020

Landesamt: 37.786 Coronavirus-Fälle in Bayern und 1.271 Tote 

Erlangen (dpa/lby) – In Bayern sind inzwischen 37.786 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 1.271 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf seiner Homepage mit. Von der Gesamtzahl der Fälle in Bayern) gelten 21.620 als genesen.

20. April 2020

Beginn Online-Semester: Die meisten Lehrveranstaltungen finden statt

München (dpa/lby) – Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Krise sollen an den bayerischen Hochschulen die allermeisten Lehrveranstaltungen stattfinden. Am Montag startete der Vorlesungsbetrieb an den Universitäten und an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften für die rund 350.000 Studenten ausschließlich per Online-Angebot. Viele Hochschulen im Freistaat hätten mitgeteilt, dass der weit überwiegende Teil der Lehrinhalte auch über das Internet angeboten werden könne, erklärte eine Sprecherin des Wissenschaftsministeriums in München. «Viele Hochschulen sprechen inzwischen von über 90 Prozent – abhängig vom Lehrangebot.» Vorläufig findet an den Unis grundsätzlich keine Präsenzlehre statt. Wann sich das wieder ändert, ist derzeit noch unklar. Für wichtige Lehrveranstaltungen mit praktischem Bezug, die nicht online angeboten werden können, werden derzeit Konzepte erarbeitet.

20. April 2020

München (dpa/lby) – Angehende Abiturienten in Bayern müssen vor dem Start der Abiturprüfungen keine Klausuren mehr schreiben.

Das gilt für die Gymnasien und die Fach- und Berufsoberschulen. Die Schüler könnten sich damit voll auf ihr Abitur konzentrieren, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München. Ab dem 27. April wird damit nur noch gezielte Prüfungsvorbereitung in den Prüfungsfächern angeboten – und das wegen der coronabedingten Auflagen in kleineren Gruppen.
– Die Abiturprüfungen an den Gymnasien in Bayern beginnen am 20. Mai.
– An den Fach- und Berufsoberschulen starten sie ab dem 18. Juni.

15. April 2020

Bundestags-Gutachten zweifelt an bayerischem Infektionsschutzgesetz

München/Berlin (dpa) – Ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags zweifelt in Teilen die Rechtmäßigkeit des bayerischen Infektionsschutzgesetzes zur Eindämmung der Corona-Pandemie an. Konkret bezieht sich die Kritik des fünfseitigen Gutachtens, welches der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, auf die im Landesgesetz geregelten Möglichkeiten, medizinisches Material zu beschlagnahmen und medizinisches sowie pflegerisches Personal für bestimmte Arbeiten zu verpflichten.
Um diese Befugnisse nutzen zu können, muss die Regierung aber zuvor den Gesundheitsnotstand ausrufen. Am 25. März hatte der bayerische Landtag das Infektionsschutzgesetz beschlossen. Alle sechs Fraktionen stimmten dem in Rekordzeit erarbeiteten Gesetz zu. Da die Beschlagnahmungen auch im Infektionsschutzgesetz (IfSG) des Bundes geregelt sei, sehen die Gutachter eine direkte Konsequenz für das bayerische Gesetz: «Es dürfte daher davon auszugehen sein, dass §5 Abs. 2 Nr. 4 IfSG eine Sperrwirkung in Bezug auf Regelungen zur Versorgung der Bevölkerung mit medizinischem und sanitärem Material bewirkt», heißt es wörtlich im Gutachten.
Noch kritischer wird die Verpflichtungsoption für Mediziner und Pfleger interpretiert. Das Bundesgesetz enthält eine solche Regelung nicht, obwohl dies auch ursprünglich angedacht war. «Die Tatsache, dass der Bund einen bestimmten Bereich ungeregelt gelassen hat, bedeutet jedoch nicht notwendigerweise, dass daraus eine Regelungskompetenz der Länder folgt», heißt es im Gutachten.

15. April 2020

Schnelle Information über negative Corona-Tests per SMS

München (dpa/lby) – Um Betroffene nach einem Test auf das Coronavirus schneller über ein negatives Ergebnis zu informieren, hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) einen SMS-Service gestartet. Bislang sei eines der großen Hindernisse gewesen, dass von den getesteten Menschen keine korrekten Daten vorlagen oder dass sie nicht telefonisch erreichbar waren, teilte die KVB am Mittwoch mit. Die SMS könne versandt werden, sobald die KVB von den Laboren die Mitteilung erhalten habe. Deshalb werde empfohlen, beim Test dem Arzt die Mobilfunknummer mitzuteilen. Teils hatten Betroffene mehr als zehn Tage auf das Testergebnis gewartet – einige hatten sich für diese Zeit sogar zu Hause freiwillig isoliert. Er könne die Sorgen und den Ärger jener Menschen, die so lange auf ein Ergebnis warten mussten, gut nachvollziehen, sagte KVB-Vorstandschef Wolfgang Krombholz. Mit der SMS-Lösung leiste die KVB einen weiteren Beitrag, die Übermittlung der negativen Testergebnisse zu beschleunigen und den Menschen so schneller Gewissheit zu geben.

15. April 2020

Landesamt: 34 664 Coronavirus-Fälle in Bayern und 995 Tote 

Erlangen (dpa/lby) – In Bayern sind inzwischen 34 664 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 995 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 16 310 Menschen.

07. April 2020

Aiwanger: Arbeiten an Produktion von Beatmungsgeräten

München (dpa/lby) – (…) Falls die vorhandenen Kapazitäten im Zuge der Krise nicht ausreichten, wolle man so weit sein, Produkte aus heimischer Produktion anbieten zu können, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Dienstag in München im Anschluss an eine Kabinettssitzung.
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07. April 2020

Corona-Krise: Söder erwartet Maskenpflicht

München (dpa/lby) – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erwartet im Zuge der Corona-Krise eine Maskenpflicht. «Natürlich wird es am Ende eine Form von Maskenverpflichtung geben», sagte er am Dienstag in München im Anschluss an eine Kabinettssitzung. Dies sehe er als hochwahrscheinlich an.

SARS-CoV-2, © RKI-BZga

07. April 2020

Söder deutet Verlängerung von Anti-Corona-Maßnahmen an

München (dpa/lby) – Im Kampf gegen das Coronavirus müssen sich die Menschen in Bayern möglicherweise noch auf länger andauernde Schulschließungen und Beschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen. «Nach Ostern werden Perspektiven entwickelt und abgestimmt», sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Er verwies aber explizit auf Österreich, das drei Wochen voraus sei: Dort würden viele Maßnahmen verlängert, Ausgangsbeschränkungen blieben, und auch die Schulen würden geschlossen bleiben.
Es werde nach Ostern nicht einfach so weitergehen wie bisher, sagte Söder. Man dürfe die Dinge nicht zu frühzeitig lockern, sondern müsse in Stufen vorgehen. Dabei deutete Söder nicht nur an, dass etwa Gaststätten noch länger geschlossen bleiben könnten. Er brachte auch einen Stufenplan für Schulen ins Gespräch, im Rahmen dessen man beispielsweise anders mit Abschlussklassen umgehen könnte als mit Grundschülern.

 

07. April 2020

Landesamt: 26 567 Coronavirus-Fälle in Bayern und 495 Tote

Erlangen (dpa/lby) – In Bayern sind inzwischen 26 567 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 495 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

06. April 2020

Trotz Lockerungen in Österreich: Staatsregierung bekräftigt Zeitplan

München (dpa/lby) – Die bayerische Staatsregierung bleibt auch nach der angekündigten Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen in Österreich beim zwischen Bund und Ländern verabredeten Zeitplan: Erst am Dienstag nach Ostern (14. April) wollen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen beraten. An diesem Zeitplan, auf den sich die Runde zuletzt verständigt hatte, ändere sich nichts, hieß es am Montag in Regierungskreisen. Bayern hatte seine umfangreichen Ausgangsbeschränkungen und weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Ausbreitung des Coronavirus zuletzt bis einschließlich 19. April verlängert. Ob und wann und für welche Bereiche die Fristen dann erneut nach hinten verschoben werden müssen, ist offen.

06. April 2020

Minister: Semester wird nicht auf Bafög und Studienzeit angerechnet

Würzburg (dpa/lby) – Das Sommersemester an den bayerischen Hochschulen wird wegen der Corona-Krise nicht als Semester auf die Regelstudienzeit und das Bafög angerechnet. Das sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag bei einer Veranstaltung der Universität Würzburg.
Das am 20. April beginnende Semester bringt infolge der Corona-Epidemie erhebliche Behinderungen von Forschung, Lehre und Studium mit sich. Dabei reichen die Einschränkungen von geschlossenen Bibliotheken über ausgefallene Lehrveranstaltungen bis hin zu wegfallenden Praktikumsmöglichkeiten. Damit sich möglichst wenig Studierende und Lehrende in Hörsälen anstecken, startet das Sommersemester überwiegend digital.

Stand: 05. April 2020

Zahlen des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Bayern:
Infizierte (Fälle) 24.350

Tote 411
Genesen 5.190

*Die Anzahl der Genesenen beruht auf einer Schätzung, die sich an den Kriterien des RKI orientiert. Fälle gelten als genesen, wenn deren Meldedatum länger als zwei Wochen zurückliegt und keine Hospitalisierung ohne bekanntes Entlassungsdatum vorliegt, keine Pneumonie und/oder Dyspnoe vorliegt, und kein Todesfall gemeldet wurde.

* berichtet sind Todesfälle, die mit und an SARS-CoV-2 verstorben sind.

Stand: 06. April 2020

Zahlen der John-Hopkins University

Deutschland:
Infizierte 100.123
Tote 1.584
Genesen 22.011

Welt:
Total Confirmed 1.276.302
Total Deaths 69.514
Total Recovered 262.999

03. April 2020

(Eil ) RKI: Maßnahmen zeigen deutlich Wirkung – aber keine Entwarnung

Berlin (dpa) – Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in Deutschland zeigen nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts messbar Wirkung. Ein infizierter Mensch stecke seit einigen Tagen in Deutschland im Durchschnitt nur noch einen weiteren Menschen an, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag. Ein Grund zur Entwarnung sei das aber noch nicht.

02. April 2020

Handelsverband Bayern: «An der Hamsterfront kehrt endlich Ruhe ein» 

München (dpa/lby) – Der bayerische Einzelhandel beobachtet eine Normalisierung der Einkaufssituation. «An der Hamsterfront kehrt endlich Ruhe ein», sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, am Donnerstag in München. Die Versorgungssituation entspanne sich immer mehr. «Langsam setzt sich die Vernunft durch.»

02. April 2020

Genähte Masken dürfen keinen hundertprozentigen Schutz suggerieren

Weng (dpa/lby) – Von Textilbetrieben oder Privatpersonen genähte Gesichtsmasken dürfen nach den Worten von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nicht suggerieren, dass sie gegen alles schützen. Oftmals werden sie auch als Mund-Nasen-Schutz oder als Mundschutz bezeichnet – das Wort Schutz sei dabei kritisch und somit nicht erlaubt, sagte der Freie-Wähler-Politiker am Donnerstag im niederbayerischen Weng (Landkreis Landshut). «Das wäre eine Irreführung und somit angreifbar.» Wer die als Geschenk oder für den Vertrieb vorgesehenen Masken schlicht Mund-Nasen-Masken nenne, sei also gut beraten, sagte der Minister. «Wenn man nicht suggeriert, dass das ein hundertprozentiger Schutz ist, dann ist das erlaubt.»

 

02. April 2020

Landesamt: 19 153 Coronavirus-Fälle und 277 Tote in Bayern 

Erlangen (dpa/lby) – In Bayern sind inzwischen 19.153 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 277 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Den Angaben zufolge waren es am Vortag 17.151 infizierte Personen und 241 Todesfälle gewesen.

01. April 2020

Bayern verschiebt wegen Corona-Krise auch Prüfungen an Oberschulen

München (dpa/lby) – Nach den Abiturprüfungen an den Gymnasien werden wegen der Corona-Krise auch die Abschlussprüfungen an den beruflichen Oberschulen und den Fachoberschulen nach hinten geschoben. «Mir ist es wichtig, dass auch in dieser Ausnahmesituation faire Bedingungen bei den Abschlussprüfungen sichergestellt werden», sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Mittwoch in München. Die Prüfungen sollten nun am 18. Juni und nicht wie ursprünglich vorgesehen am 25. Mai beginnen, sofern der Unterricht nach den Osterferien wieder aufgenommen werden könne

01. April 2020

Ärzte, Schwestern und Pfleger fahren in München jetzt kostenlos Taxi

München (dpa/lby) – Ärzte, Schwestern und Pfleger können in München ab sofort auf dem Weg zur Arbeit und zurück kostenlos taxifahren. Mit dem Nulltarif solle medizinisches Personal in der Corona-Krise unterstützt werden, teilte ein Sprecher des Taxiverbands München am Mittwoch mit. Anrufen müsse man dafür bei einer der beiden lokalen Taxizentralen. «Dann fährt man zur Klinik oder nach Hause von der Klinik umsonst», sagte der Sprecher. Die Arbeit in der Gesundheitsbranche müsse allerdings nachgewiesen werden.

31. März 2020

Landesamt:
15.505 Coronavirus-Fälle und 191 Tote

Erlangen (dpa/lby) – In Bayern sind inzwischen 15.505 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 191 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben.

 

31. März 2020

Mundschutz in bayerischen Supermärkten «derzeit nicht nötig»

München (dpa/lby) – Der bayerische Einzelhandel hält eine Mundschutzpflicht in Supermärkten wie in Österreich für «derzeit nicht nötig». Die allermeisten Kunden hielten sich beim Einkauf «vorbildlich» an die Abstandsregelungen, sagte der Sprecher des Handelsverbands Bayern am Dienstag in München. Zudem seien in vielen Supermärkten weitere Maßnahmen umgesetzt worden. Man bemühe sich um größtmöglichen Schutz für Kunden und Mitarbeiter.

30. März 2020

Ab Mai in Bayern Corona-Schnelltests in Minuten möglich

München (dpa/lby) – In Bayern soll es ab Mai neue Schnelltests für das Coronavirus geben. Das teilte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Montag in München mit. Er habe von bayerischen Firmen entsprechende Rückmeldungen erhalten, dass bis Anfang Mai Schnelltest in «großer Zahl» möglich würden. «Dann können wir in wenigen Minuten sagen, ob jemand positiv oder negativ ist», sagte er. Bisher dauern die Tests mehrere Stunden.

 

30. März 2020

Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen

Wie im übrigen Deutschland wird auch in Bayern das öffentliche Leben wegen der Corona-Krise weiter auf Sparflamme gehalten. Was nach Ostern passiert, wagt derzeit noch niemand zu prognostizieren.

München (dpa/lby) – Die seit dem 21. März wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Damit darf nur aus begründeten Anlässen wie Arztbesuchen, Arbeitswegen oder dringenden Einkäufen der Wohnort verlassen werden.

30. März 2020

Auf absehbare Zeit keine Versorgungsengpässe

München (dpa/lby) – In Bayern drohen nach Einschätzung der Staatsregierung weiter keine Versorgungsengpässe beim Lebensnotwendigen. Das sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Montag in München. «Es wird keine Engpässe geben auf absehbare Zeit.» Das bezieht sich nach Aiwangers Worten auch auf Strom, Wasser und Energie.

30. März 2020

Staatsregierung erhöht Corona-Soforthilfen für den Mittelstand

München (dpa/lby) – In der Corona-Krise will die Staatsregierung angesichts der drohenden Welle von Firmenpleiten die Finanzhilfen für bedrängte Mittelständler erhöhen. «Ab morgen werden ale Sätze nochmal angehoben», sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Montag. Als Höchstzuschuss können Firmen mit zwischen 50 und 250 Mitarbeitern 50.000 Euro Soforthilfe beantragen, bisher waren es 30.000. Am unteren Ende der Skala können Ein-Mann- und Ein-Frau-Betriebe 9.000 Euro Zuschuss bekommen statt bisher 5.000. Endgültig beschließen will die Staatsregierung das bei der Kabinettssitzung am Dienstag.

 

27. März 2020

Inzwischen mehr als 10 000 Coronavirus-Infektionen in Bayern

München (dpa/lby) – Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infizierten in Bayern hat am Freitag die Marke von 10.000 überschritten. Inzwischen, Stand Freitagvormittag 10.00 Uhr, sind im Freistaat 10.180 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das verlautete aus Regierungskreisen unter Berufung auf die neuesten Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.
(LGL). Demnach sind bislang 59 infizierte Patienten in Bayern gestorben.

27. März 2020

Bußgeldkatalog 
Gemeinsame  Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege vom 27. März 2020 … Weiterlesen »

26. März 2020

Freie Wähler starten Suche nach Bayerns «Exitstrategie Coronavirus» 

München (dpa/lby) – Trotz nicht absehbarer Folgen der Corona-Krise arbeiten die Freien Wähler im bayerischen Landtag bereits an Plänen für die Zeit nach der Krankheitswelle. Eine am Donnerstag gegründete Arbeitsgemeinschaft «Exitstrategie Coronavirus» befasse sich ab sofort mit dem, «was nach dem Ende der Pandemie kommt – also Maßnahmen, die greifen sollen, sobald wir in ein normales Leben zurückkehren können», teilte die Fraktion mit.
«Wir fordern daher einen breit verfügbaren Antikörpertest, mit dem die Grundimmunisierung der Bevölkerung bestimmt werden kann. Personengruppen, die einen schweren Covid-19-Verlauf zu erwarten haben, müssen besser isoliert und geschützt werden», sagte Fraktionschef Florian Streibl.

25. März 2020

Neues Infektionsschutzgesetz

Der Bayerische Landtag hat heute ein neues Infektionsschutzgesetz beschlossen. 
Alle sechs Fraktionen stimmten dem in Rekordzeit erarbeiteten Gesetz zu. Es gehe um Leben und Tod, deshalb ziehe man nun an einem Strang, betonten Redner aller Fraktionen. Damit bekommt die Staatsregierung Im Kampf gegen das Coronavirus weitreichende Befugnisse. Sie kann nun einen Gesundheitsnotstand ausrufen und damit nicht nur leichter auf medizinisches Material zugreifen, sondern auch direkt über medizinisches und pflegerisches Personal verfügen.

25. März 2020

Coronavirus-Krise ruft Kriminelle auf den Plan

Augsburg (dpa/lby) –  Kriminelle wollen die Unsicherheiten der Menschen in der Coronavirus-Krise ausnutzen. In Augsburg haben sich zwei Männer als angebliche Gesundheitsamt-Mitarbeiter ausgegeben, um in die Wohnung einer Frau zu gelangen. Wie die Polizei am Mittwoch berichtete, gaben die mit grüner Schutzkleidung ausgestatteten Gauner an, bei der Bewohnerin einen  Abstrich machen zu müssen.

Das Gesundheitsamt kommt nicht ohne Anmeldung zu den Bürgern. Im Zweifel sollen Betroffene sofort den Polizei-Notruf 110 wählen.

25. März 2020

7289 Coronavirus-Fälle in Bayern und 41 Tote

In Bayern sind inzwischen 7289 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Es gebe 41 Todesfälle. Neben den Zahlen der Infizierten und Toten veröffentlicht das Landesamt für Gesundheit und  Lebensmittel-Sicherheit (LGL) täglich auf seiner Internetseite auch die Fälle nach Meldedatum. Nachdem diese von 1026 am Samstag in den darauf folgenden Tagen deutlich auf 569  beziehungsweise 536 zurückgegangen waren, verzeichnete das LGL für Dienstag wieder einen Anstieg auf 783 gemeldete Fälle.

23. März 2020

Staatsregierung liefert 800.000 Schutzmasken an Kliniken aus

München (dpa/lby) – In der Corona-Krise hat der Freistaat Bayern mit der Auslieferung von 800.000 Atemschutz-masken an Krankenhäuser und andere Einrichtungen begonnen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag mit. «Weitere Lieferungen durch den Bund und die Eigenproduktion im Freistaat werden folgen», erklärte er. 700 000 Schutzmasken seien vom Gesundheitsministerium bestellt und bezahlt worden, teilte die Behörde mit. BMW habe zusätzlich 100.000 Schutzmasken zur Verfügung gestellt. Laut Gesund-heitsministerin Melanie Huml (CSU) seien auch 235 000 Flaschen Handdesinfektionsmittel angekommen. Das Technische Hilfswerk habe die Auslieferung über-nommen. Masken und Desinfektionsmittel würden an die THW-Ortsverbände verschickt und von dort aus verteilt. «Die Reihenfolge wird durch die medizinische Notwendigkeit bestimmt», sagte Huml.

Um Versorgungsengpässe bei Medizinprodukten zu bekämpfen, hat das Wirtschaftsministerium Großlieferungen von Atemschutzmasken in Auftrag gegeben. Erste seien schon eingetroffen. Kein Arzt müsse befürchten, ohne Schutzmaske operieren zu müssen, sagte Ressortchef Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Auch für Desinfektionsmittel gebe es Lösungen. Vor einigen Tage habe er noch nicht gewusst, ob am Ende der Woche noch OP-Besteck gereinigt werden könne. Das sei jetzt anders.

23. März 2020

Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Im Freistaat sind inzwischen 6362 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Es gebe 31 Tote, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag auf Grundlage von Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand Dienstag, 10.00 Uhr). «Es gibt keinen Anlass zur Entwarnung.» Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ergänzte, 700 Patienten müssten stationär behandelt werden, davon 120 in Intensivbetten. Auch 35-Jährige müssten beatmet werden. Das sei keine Krankheit, die nur Alte betreffe, betonte sie. Söder sagte, vor allem Raucher seien gefährdet. Unklar ist, wie viele Menschen in Bayern genesen sind.

BKG-Geschäftsführer Hasenbein kritisierte die Regelungen, um die finanziellen Probleme abzufedern, die viele Kliniken wegen der Corona-Krise erwarten. Das Bundesgesundheitsministerium habe zwar zweimal nachgesteuert. Doch die Abläufe seien zu bürokratisch. Ein Gesetzespaket, das das Bundeskabinett am Montag auf den Weg brachte, soll Mehrkosten und Einnahmeausfälle auffangen. Der «Rettungsschirm» könnte je nach Lage bis zu zehn Milliarden Euro umfassen. So soll es unter anderem für jedes nun frei gehaltene Bett pauschal 560 Euro pro Tag geben. Für jede neue intensivmedizinische Behandlungseinheit mit künstlicher Beatmung sollen Kliniken 50.000 Euro Bonus bekommen. Die bayerische Regierung kündigte am Dienstag an, hier bei Bedarf für die Krankenhäuser im Freistaat nachzulegen.

20. März 2020

Weitreichende Ausgangsbeschränkungen für ganz Bayern

München (dpa/lby) – Zur Eindämmung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weitreichende Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat angekündigt. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apotheken-besuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft – dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

20. März 2020

Produktion von Atemmasken in Bayern startet

München (dpa/lby) – Die Staatsregierung will den Mangel an Atemschutzmasken in der Corona-Krise mit Hilfe heimischer Produktion überwinden. Die Staatsregierung hat an mehrere Firmen Aufträge vergeben, ab sofort sollen etwa 10 000 Masken am Tag hergestellt und ausgeliefert werden. Vorrangig gehen diese zuerst an Krankenhäuser und Arztpraxen. «Die Kapazität soll so schnell wie möglich erhöht werden», sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Freitag in München.
Hergestellt werden laut Ministerium sowohl Einweg- als auch mehrfach verwendbare Masken. Jede wiederverwendbare Maske kann demnach etwa 50 Mal benutzt werden. «Wir können mit der eigenen Produktion den Schutz des medizinischen und pflegerischen Personals deutlich verbessern, das in diesen Tagen ein besonderes Risiko für eine Corona-Infektion
trägt», sagte Aiwanger.

20. März 2020

Ansturm auf Corona-Hilfsgeld – mehrere Zehntausend Anträge

München (dpa/lby) – Die bayerischen Behörden werden von Corona-Hilfsgeldanträgen bedrängter mittelständisch-er Unternehmen überrollt. «Mittlerweile haben wir mehrere Zehntausend Anträge mit einem gesamten Finanzvolumen von mehreren Hundert Millionen Euro», berichtete Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Freitag. Das Programm für kleine und mittlere Unter-nehmen war erst am Mittwoch gestartet. Die ersten Überweisungen sind nach Aiwangers Angaben schon am Freitag auf den Konten der Firmen eingegangen. «In großem Umfang wird das Geld im Laufe der kommenden Woche bei Freiberuflern und Unternehmen ankommen», sagte Aiwanger. Gedacht sind die Hilfen für Freiberufler, Selbstständige, sowie kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern. Die Zahlungen sind gestaffelt: bis fünf Mitarbeiter 5000 Euro, bis zehn Mitarbeiter 7500, bis 50 Mitarbeiter 15 000, bis 250 Mitarbeiter 30 000 Euro. Bearbeitet werden die Anträge von den sieben Bezirksregierungen und der Münchner Stadtverwaltung.
Mit dem Handgeld will die Staatsregierung über Zahlungsschwierigkeiten hinweg helfen und drohende Insolvenzen verhindern. Dazu Aiwanger: «Man muss im Antrag versichern, dass man über keine liquiden Mittel mehr verfügt. Wer also Geld, Gold oder Aktien besitzt, ist nicht berechtigt.» Der Wirtschaftsminister warnte – wenn auch diplomatisch – vor Betrugsversuchen: «Das wird nicht sofort geprüft. Sollte sich dies im Nachhinein aber herausstellen, müsste die Soforthilfe zurückbezahlt werden.»
Zur Soforthilfe Corona

20. März 2020

Zwei neue Coronavirus-Todesfälle in Bayern

München (dpa/lby) – In Bayern sind zwei weitere Menschen gestorben, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag sagte, handelt es sich dabei um einen 85-Jährigen aus dem Landkreis Tirschenreuth und einen 82-Jährigen aus dem Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 15 Coronavirus-Todesfälle.

20. März 2020

Landesamt: 825 neue Infektionen mit Coronavirus

Erlangen (dpa/lby) – In Bayern haben sich weitere 825 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Freitag auf seiner Homepage mit. Insgesamt gibt es im Freistaat damit mindestens 3107 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. Darin eingerechnet sind unter anderem die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen.
15 Menschen mit Coronavirus-Infektion starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang in Bayern.

19. März 2020

Landtag beschließt milliardenschweres Corona-Hilfspaket für Bayern

München (dpa/lby) – Mit nur einer Enthaltung hat der Landtag ein milliardenschweres Hilfspaket für die bayerische Wirtschaft zur Überbrückung der Corona-Krise beschlossen. Die Fraktionen gaben am Donnerstag im Plenum grünes Licht für einen Nachtragshaushalt, der der Regierung unmittelbar Kreditermächtigungen von bis zu zehn Milliarden Euro ermöglicht. Die in Schuldenbremse wird dafür ausgesetzt, dies sieht die Verfassung für «Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Notsituationen» ausdrücklich vor.

16. März 2020

Bayern stellt zehn Milliarden Euro für Corona-Krise zur Verfügung

München (dpa/lby) – Zum Schutz der Wirtschaft vor den Folgen der Corona-Krise stellt Bayern ein Hilfspaket in Höhe von zehn Milliarden Euro bereit. Dies teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München mit. «Die Lage ist sehr ernst und verändert sich täglich, leider nicht zum Guten», betonte Söder. Um die Geldmittel bereitstellen zu können, werde die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse zeitlich begrenzt für zunächst ein Jahr außer Kraft gesetzt. In Bayern gelte ab sofort der Katastrophenfall.